Energiegewinnung aus Erdwärme

Unser Planet ist zu 99% heisser als 1000°C, doch nutzen wir diese Wärme kaum. Weltweit liegt die Energiegewinnung durch Geothermie deutlich unter 1%, was im Kontext der Energiewende und dem globalen Streben nach CO2 Reduktionen verwundern mag. Weshalb sich die Geothermie aber (noch) nicht durchgesetzt hat, lässt sich leicht durch die hohen initialen Investitionskosten erklären. Auch das Risiko, während den Bohrungen nicht die gewünschten Bedingungen vorzufinden und das Projekt abbrechen zu müssen, helfen der Popularität von Geothermie nicht. Das bedeutet aber nicht, dass dies nicht geändert werden kann, im Gegenteil. 

Die Geothermie von morgen

Wir glauben, dass zukünftige Projekte der Tiefenwärmenutzung einen geschlossenen Wasserkreislauf verwenden und Tiefen von bis zu 10'000 Metern erreichen werden. Im Vergleich zur herkömmlichen Geothermie, welche in Tiefen von 5'000 Metern operiert, bringt die zusätzliche Tiefe deutlich höhere Temperaturen mit sich (bis zu 300°C), wodurch mehr Energie gewonnen werden kann. Zudem hat ein geschlossener Wasserkreislauf den Vorteil, dass ein erfolgreiches Gelingen unabhängig von geologischen Bedingungen zu 100% garantiert werden kann. Der Grund ist simpel: Der Wärmeaustausch bei einem geschlossenen System ist nicht auf die Existenz von Aquiferen angewiesen. 

Die Idee der closed-loop Geothermie ist nicht neu und wurde zum ersten Mal im Jahre 1979 von Kurt Brunnschweiler, einem ETH-Verfahrensingenieur, veröffentlicht. Zurzeit gibt es einige Start-ups und Unternehmen, welche sich der Herausforderung der Tiefengeothermie annehmen (z.B. Eavor Ltd.). Eine der grössten Herausforderungen für diese Unternehmen stellt jedoch die Inexistenz von geeigneter Bohrtechnik dar. Aus diesem Grund sind wir von HAMMERDRUM mit grösster Motivation dabei, eine Bohrmaschine zu entwickeln, welche effizient und präzise die Tiefen erschliessen kann.

 

 

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